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Interflugs Lecture Series mit Enoka Ayemba: Filmproduktionen jenseits des kolonialen Blicks

Wann: Mittwoch, 9.12.2015 – 19:45
Wo: co.up coworking space, Adalbertstraße 7-8, 10999 Berlin

Balufu Bapuka Kanyinda, Filmregisseur aus dem Kongo und wohnhaft in Paris, Brussels und Kinshasa musste die Produktion seines Films Juju Factory (2007) selbst finanzieren denn erzählt er: “Filme von afrikanischen Filmschaffenden die in Europas Metropolen spielen, sind bei europäischen Filmfonds nicht vorgesehen; unsere Filme müssen afrikanisches Elend, unsere Dorfgeschichten und ihre Brunnen etc. erzählen.” Doch wie Juju Factory dokumentieren Regisseur_innen afrikanischer Herkunft seit der 60er Jahre in ihren Filmen Lebensrealitäten im europäischen Exil, in denen die Identitätssuche der Figuren beispielsweise bedeutet, die Geschichte des europäischen Kolonialismus und ihre Auswirkungen aufzuzeigen. Vortrag mit Filmausschnitten und Diskussion.

Bio:

Enoka Ayemba arbeitet als Filmkurator und Autor in Berlin. Seine Arbeitsschwerpunkte sind die Kinokulturen Afrikas, die nigerianische Videofilmindustrie und der antikoloniale Widerstand. Er hat mehrere Filmreihen in diesem Zusammenhang erstellt, u.a. african reflections – female directors in cinema (Berlin, 2007 mit Philippa Ébéné), Siehst du mich? Eine Filmreihe im Rahmen von 50 Jahre afrikanische Un-Abhängigkeiten (Berlin, 2010), African Threads and Laces (Wien, 2011 mit Katja Wiederspahn), Schwarze Menschen und das Nazi-Regime (Berlin, 2013). Enoka Ayemba leitete von 2009 bis 2013, die monatliche Filmreihe Afro Digital (ehemals Nollywood Spezial) in der Werkstatt der Kulturen Berlin und war 2010 Selection Commitee-Mitglied des Berlinale Talent Campus. Er ist Mitbegründer der Berliner KuratorInnengruppe Remember Resistance.

© still from trailer “Justice der Film”